Baden-Württemberg

Informationen über die Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher/zur staatlich anerkannten Erzieherin sind auf der Website des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg hinterlegt:

www.kultusportal-bw.de/,Lde/770705 | zum Kultusportal Baden-Württemberg

Quereinsteiger/innen finden in Baden-Württemberg am ehesten über eine Teilzeitausbildung den Einstieg in die Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher/zur staatlich anerkannten Erzieherin. Daneben bietet grundsätzlich jede öffentliche Fachschule für Sozialpädagogik (Berufskolleg) die Schulfremdenprüfung an. An einigen Standorten besteht das Angebot, sich in einem zweijährigen Vorbereitungskurs an einer Berufsfachschule zum Erwerb von Zusatzqualifikationen auf diese Prüfung für Externe vorzubereiten.

Spezielle Einstiegswege für fachfremde Quereinsteiger/innen gibt es in Baden-Württemberg aktuell jedoch nicht. Für alle Interessierten am Erzieher/innenberuf gelten die gleichen Aufnahmevoraussetzungen. Diese setzen in der Regel eine schulische und praktische pädagogische Vorbildung voraus. Bei der Teilzeitausbildung und der Schulfremdenprüfung können unter Umständen auch Personen mit fachfremden Ausbildungen Berücksichtigung finden. Die Erfüllung der Voraussetzungen wird von den Fachschulen für Sozialpädagogik (Berufskollegs) individuell geprüft. (siehe Aufnahmevoraussetzungen)


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Umschulung

Eine Umschulung zum staatlich anerkannten Erzieher/zur staatlich anerkannten Erzieherin ist in Baden-Württemberg grundsätzlich möglich. 28 der 33 staatlichen Fachschulen für Sozialpädagogik sind in Baden-Württemberg AZAV-zertifiziert, d. h. sie verfügen über die Möglichkeit, von den Agenturen für Arbeit oder Jobcentern ausgehändigte Bildungsgutscheine anzunehmen.

Auf der Website der BA können Sie für die Umschulung zum staatlich anerkannten Erzieher/zur staatlich anerkannten Erzieherin im Bereich "KURSNET" Bildungsanbieter in Ihrer Nähe recherchieren (siehe Ausbildungsstätten). Aber auch für die Teilnahme an einer Umschulung gelten die allgemeinen Aufnahmevoraussetzungen der Fachschulen für Sozialpädagogik.

Berufsbegleitende Ausbildung

Neben der Vollzeitausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher/zur staatlich anerkannten Erzieherin bieten einige Fachschulen für Sozialpädagogik (Berufskollegs) die Ausbildung auch in Teilzeitform an. Die schulische Ausbildung streckt sich in Teilzeitform auf drei Jahre. Sie kann parallel zu einer Berufstätigkeit absolviert werden.

Für Menschen ohne pädagogische Erstausbildung besteht allerdings keine Möglichkeit, parallel bereits in einer Kita zu arbeiten, denn in Baden-Württemberg dürfen nur Fachkräfte oder Zweitkräfte beschäftigt werden. Fachkräfte sind staatlich anerkannte Erzieher/innen, Zweitkräfte anerkannte Kinderpfleger/innen (aus einem anderen Bundesland auch Sozialassistenten/Sozialassistentinnen).

Im Anschluss an die Teilzeitausbildung ist ein einjähriges pädagogisches Berufspraktikum zu absolvieren, das mit einem Kolloquium und staatlicher Anerkennung abgeschlossen wird. Unter bestimmten Umständen kann bereits absolvierte Berufspraxis auf die Dauer angerechnet werden. Die Entscheidung darüber fällen die Fachschulen für Sozialpädagogik.

Voraussetzungen für die Aufnahme in die Fachschule für Sozialpädagogik in Teilzeitform | Download PDF

Berufsbegleitendes Studium

Als berufliche Qualifizierung für die Arbeit in einer Kita kommen nur grundständige Studiengänge in Frage. Hochschulische Weiterqualifizierungen beispielsweise für künftige Leitungsfunktionen bauen stets auf einer bereits vorhandenen pädagogischen Grundausbildung auf.

Informationen über berufsbegleitende Studienmöglichkeiten im Bereich der frühen Bildung und Erziehung in Baden-Württemberg sind zu finden unter:

www.fruehpaedagogik-studieren.de | Studiengänge / Bachelorstudiengänge

sowie

www.studieninfo-bw.de | Studiengangsuche / Stichworte für die Suche: "Bildung" oder "Erziehung".

Schulfremdenprüfung

Eine Schulfremdenprüfung kann grundsätzlich an jeder öffentlichen Fachschule für Sozialpädagogik (Berufskolleg) absolviert werden. Zielgruppe sind hier Personen, die den schulischen Abschluss der Fachschule für Sozialpädagogik erwerben wollen, ohne eine öffentliche oder staatlich anerkannte Fachschule für Sozialpädagogik (Berufskolleg) zu besuchen. Personen, die Interesse an einer Schulfremdenprüfung haben, sollten sich im Vorfeld genau über die Bedingungen der Vorbereitung und der Prüfungen sowie die durchschnittlichen Erfolgsquoten bei den Prüfungen informieren.

Um für die Schulfremdenprüfung zugelassen zu werden, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

Zugangsvoraussetzungen zur Schulfremdenprüfung

Die schulische Abschlussprüfung zum staatlich anerkannten Erzieher/zur staatlich anerkannten Erzieherin besteht aus einer schriftlichen, mündlichen und einer praktischen Prüfung. Sie findet einmal jährlich, in der Regel zusammen mit den regulären Prüfungsterminen der öffentlichen Fachschulen für Sozialpädagogik (Berufskolleg) statt.

Auch der Schulfremdenprüfung schließt sich ein einjähriges Berufspraktikum an. Während des Berufspraktikums ist eine Jahresarbeit zu erstellen. Dieser bildet die Grundlage für ein Kolloquium, das am Ende der Ausbildung steht.

Einige Berufsfachschulen bieten in Teilzeit über zwei Jahre Kurse zum Erwerb von Zusatzqualifikationen an, die auf die Schulfremdenprüfung vorbereiten. Solche Vorbereitungskurse sind für geeignete arbeitslose Interessenten ggf. über einen Bildungsgutschein finanziell förderbar, sofern die Fachschulen nach der AZAV zertifiziert sind (siehe auch Finanzierung).

Finanzierung

Der Besuch einer öffentlichen Fachschule für Sozialpädagogik (Berufskolleg) ist in der Regel kostenfrei. Dennoch können Kosten für Lehrmittel anfallen. Fachschulen für Sozialpädagogik in privater Trägerschaft nehmen meist Schulgeld. Finanzielle Unterstützung während der Ausbildung könnte es für Sie nach dem BAföG geben, sofern die Fördervoraussetzungen individuell gegeben sind. Wer nicht förderberechtigt ist, kann bis zum Erreichen des 36. Lebensjahres einen Bildungskredit beziehen, der jedoch verzinst zurückgezahlt werden muss.

BAföG

https://www.bafög.de/das-bafoeg-372.php  | Informationen zu den Bezugsvoraussetzungen, zur Förderhöhe und der Antragstellung

Bildungskredit

http://www.bafög.de/bildungskredit-110.php | Informationen zum Bildungskredit

Bildungsgutschein


Für die Förderung einer Umschulung zum staatlich anerkannten Erzieher/zur staatlich anerkannten Erzieherin oder eines Vorbereitungskurses auf die Schulfremdenprüfung (an den dafür zugelassenen Fachschulen für Sozialpädagogik (Berufskolleg) oder den Berufsfachschulen zum Erwerb von Zusatzqualifikationen siehe Schulfremdenprüfung) können interessierte und geeignete arbeitslose Frauen und Männer einen Bildungsgutschein erhalten. Leistungen können nur dann bewilligt werden, wenn Sie sich vor Beginn der Teilnahme durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter haben beraten lassen und Ihnen das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Förderung mit einem Bildungsgutschein bescheinigt wurde. Ob bei Ihnen die individuellen Voraussetzungen für eine Förderung vorliegen, wird durch die Mitarbeiter/innen der Arbeitsagenturen und Jobcenter individuell geprüft. Auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit finden Sie die Kontaktdaten der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit bzw. des zuständigen Jobcenters.

Ergänzende Leistungen


Ob zur Deckung Ihres Lebensunterhaltes zusätzlich zu den genannten staatlichen Förderleistungen oder zur Vergütung bei einer berufsbegleitenden Ausbildung ein aufstockender Anspruch auf Ergänzende Leistungen besteht, kann über die regionalen Jobcenter individuell geprüft werden.

  • Falls Sie Kinder haben, die in Ihrem Haushalt leben, könnte zur Finanzierung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung vielleicht folgende Zuschussmöglichkeit für Sie in Betracht kommen: Kinderzuschlag (zu beantragen bei der Familienkasse)
  • Ansonsten oder zusätzlich könnte zudem ein Anspruch auf Wohngeld/Mietzuschuss bestehen.

Noch ein Tipp: Staatliche Fachschulen erheben kein Schulgeld. Fachschulen in freier oder privater Trägerschaft häufig schon.

Ausbildungsstätten

Öffentliche und private Fachschulen für Sozialpädagogik

http://www.kultusportal-bw.de/,Lde/3+BKSPT | Listen der öffentlichen und privaten Fachschulen für Sozialpädagogik 

Umschulung / Vorbereitung zur Externenprüfung


In Weiterbildungsdatenbanken, wie der der BA kann man über die "erweiterte Suche" wohnortnahe Bildungsanbieter recherchieren. (Achtung: Eine Garantie für die Vollständigkeit der Angaben kann leider nicht gegeben werden.) 

http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/ | Wählen Sie zunächst die erweiterte Suche. Geben Sie dann je nach Bildungsziel "Erzieher" oder "Kinderpfleger" ein, wählen Sie das Bundesland und bei "Förderung" "mit Bildungsgutschein" aus.


Postleitzahlensuche nach Fachschulen

http://www.erzieherin.de/fachschulen

 

 

Ansprechpartner/innen

Ausbildung

Öffentliche und private Fachschulen für Sozialpädagogik

http://www.kultusportal-bw.de/,Lde/3+BKSPT | Listen der öffentlichen und privaten Fachschulen für Sozialpädagogik

 

Zeugnisanerkennungsstelle (Bewertungen von Bildungsnachweisen aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland)


Regierungspräsidium Stuttgart
Abt. 7 Schule und Bildung
Anerkennungsstelle
Postfach 10 36 42
70031 Stuttgart
Tel.: 0711 90440-370

Agentur für Arbeit und Jobcenter


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Ministerium

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Referat 44
Königstr. 44 (Neue Kanzlei)
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