Berlin

(Stand 28.06.2016)

Fachschulausbildungsformen

Die Erzieher/innenausbildung an Fachschulen für Sozialpädagogik kann in Berlin in zwei Formen absolviert werden. Erstens gibt es die vollzeitschulische Ausbildungsvariante Fachschule für Sozialpädagogik. Die Vollzeitausbildung wird als rhythmisiertes dreijähriges Vollzeitstudium angeboten, bei dem sich fachtheoretische und fachpraktische Ausbildungsteile (integrierte Praxisphasen) abwechseln.

Die dreijährige berufsbegleitende Teilzeitausbildung erfolgt im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses mit mindestens der Hälfte der ortsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit (bis maximal 28 Wochenstunden) in einer anerkannten sozialpädagogischen Einrichtung mit Anstellung bei einem Kita-Träger. Die Tätigkeit wird durch eine Fachschule begleitet. Häufig sind die Fachschüler/innen bei dieser Ausbildungsform drei Tage in der Woche in einer sozialpädagogischen Einrichtung tätig und besuchen zwei Tage die Fachschule. Die Aufteilung zwischen Theorie und Praxis kann aber von den Fachschulen auch anders organisiert werden.

Vergütung

Fachschüler/innen, die in Berlin an der berufsbegleitenden Ausbildung teilnehmen, sind in einer sozialpädagogischen Einrichtung angestellt und erhalten eine monatliche Vergütung. Die Höhe der Vergütung muss mit dem Anstellungsträger ausgehandelt werden. Damit Sie die Verdienstmöglichkeiten während der berufsbegleitenden Erzieher/innenausbildung in Berlin mit den Verdienstmöglichkeiten berufsbegleitender Ausbildungen in anderen Bundesländern vergleichen können, haben wir eine Vergleichstabelle erstellt:

Übersicht Verdienstmöglichkeiten bundesweit  | Download

Nähere diesbezügliche Informationen finden Sie auf dieser Webseite in der Rubrik „Berufsbegleitende Ausbildung“, nähere Informationen zur Vergütung in der Rubrik „Finanzierung“.

Zulassungsvoraussetzungen

Für Quereinstiegsinteressierte gelten in Berlin in Bezug auf schulische und berufliche Vorbildung die folgenden Zulassungsvoraussetzungen zur Fachschule für Sozialpädagogik

  • Fachhochschulreife (Fachabitur) im Fachbereich Sozialwesen oder
  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) bzw. Fachhochschulreife mit einer für die Ausbildung förderlichen Tätigkeit von mindestens acht Wochen oder
  • Mittlerer Schulabschluss (MSA) und berufliche Vorbildung wie

    • Abschluss einer Berufsausbildung im sozialpädagogischen/sozialpflegerischen Bereich oder
    • Berufstätigkeit im sozialpädagogischen/sozialpflegerischen von mindestens drei Jahren oder
    • Abschluss einer Berufsausbildung in einem anderen Bereich von mindestens drei Jahren oder
    • Berufstätigkeit in einem anderen Bereich von mindestens vier Jahren

Teilnehmer/innen an einer berufsbegleitenden Teilzeitausbildung müssen zusätzlich einer erzieherischen Tätigkeit mit mindestens der Hälfte der ortsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit (bis maximal 28 Wochenstunden) in einer anerkannten sozialpädagogischen Einrichtung mit Anstellung bei einem Kita-Träger nachgehen.

Die gesamten Zulassungsvoraussetzungen zur Aufnahme an einer Fachschule für Sozialpädagogik finden Sie in der
Berliner Sozialpädagogikverordnung - SozpädVO vom 13. Juni 2016 (siehe §5 bis §9) | Link

Die Zulassungsvoraussetzungen zur Aufnahme an Fachschulen sind nicht bundeseinheitlich geregelt. Neben Berlin gibt es noch weitere Bundesländer, in denen Quereinstiegsinteressierte mit einer fachfremden Berufsausbildung auch ohne oder mit wenig pädagogischen Vorerfahrungen direkt in die Fachschule aufgenommen werden können. Damit Sie vergleichen können, in welchen Bundesländern Quereinstiegsinteressierte mit Berufsausbildung/-erfahrung auch ohne oder mit wenig pädagogischen Erfahrungen direkt die Erzieher/innenausbildung beginnen können, haben wir eine Vergleichstabelle erstellt:
Übersicht attraktive Zulassungsbedingungen für Berufswechsler/innen  | Link

Ein Blick auf die Ausbildungsmodelle, Zulassungsvoraussetzungen und Finanzierungsmöglichkeiten in anderen (z.B. angrenzenden) Bundesländern kann sich durchaus lohnen. Auf der rechten Seite dieser Webseite halten wir Informationen zu weiteren Bundesländern bereit.

ESF-Bundesmodellprogramm „Quereinstieg – Männer und Frauen in Kitas“

Das Bundesland Berlin beteiligt sich aktuell mit vier Standorten am ESF-Bundesmodellprogramm "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas".  Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Es richtet sich an Kita-Träger und Fachschulen bzw. -akademien, die für Berufswechslerinnen und Berufswechsler eine vergütete, erwachsenengerechte und geschlechtersensible Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher / zur staatlich anerkannten Erzieherin (weiter)entwickeln wollen.

Falls Sie Interesse an einer Teilnahme an dem ESF-Bundesmodellprogramm "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas" haben, empfehlen wir Ihnen, sich in folgenden Verteiler einzutragen. Ihre Daten werden an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) weitergeleitet und ausschließlich dafür genutzt, Sie über Neuigkeiten oder neue Standorte dieses Bundesmodellprogramms zu informieren.
zum Verteiler

Weitere Informationen rund um das Thema „Quereinstieg in den Erzieher/innenberuf“ können Sie auch in unserem Newsletter nachlesen.
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Alle Informationen dieser Webseite herunterladen Download

Im Folgenden haben wir detaillierte Informationen über die Erzieher/innenausbildung in Berlin aufgelistet, die Quereinstiegsinteressierte besonders interessieren könnten:

Berufsbegleitende bzw. Teilzeitausbildung

In Berlin besteht an mehreren Standorten die Möglichkeit, die Erzieher/innenausbildung berufsbegleitend zu absolvieren. Die berufsbegleitende Teilzeitausbildung dauert drei Jahre. Die Fachschüler/innen müssen in einer sozialpädagogischen Einrichtung mit Anstellung bei einem Kita-Träger angestellt sein und arbeiten dort an mehreren Tagen in der Woche. Das Beschäftigungsverhältnis muss mindestens die Hälfte der ortsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit und darf höchstens 28 Wochenstunden umfassen. Die Tätigkeit wird durch eine Fachschule begleitet. Häufig sind die Fachschüler/innen bei dieser Ausbildungsform drei Tage in der Woche in einer sozialpädagogischen Einrichtung tätig und besuchen zwei Tage die Fachschule. Die Aufteilung zwischen Theorie und Praxis kann aber von den Fachschulen auch anders organisiert werden. Durch die parallele praktische Tätigkeit in Teilzeit und dem Fachschulbesuch in Teilzeit ergibt sich für die Teilnehmer/innen eine Vollzeitauslastung.

Auf Antrag kann die praktische Tätigkeit bereits bis zu sechs Monate vor Beginn der fachschulischen Teilzeitausbildung aufgenommen und vergütet werden.

Die Auszubildenden erhalten eine monatliche Vergütung. Die Höhe der Vergütung müssen die Teilnehmer/innen direkt mit dem Träger aushandeln. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Rubrik „Finanzierung“ weiter unten auf dieser Webseite.

Für die berufsbegleitende Form der Erzieher/innenausbildung gelten die in Berlin üblichen Zulassungsvoraussetzungen zur Aufnahme an einer Fachschule für Sozialpädagogik. Wir empfehlen, sich diesbezüglich unbedingt §3 und §4 der Berliner Fachschulverordnung durchzulesen:

Berliner Sozialpädagogikverordnung - SozpädVO vom 13. Juni 2016 (siehe §5 bis §9) | Link

Auf der Webseite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft finden Sie in dem Dokument „Einsatz von Fachkräften und Nichtfachkräften in Kindertagesstätten“ weiterführende Materialien zur berufsbegleitenden Teilzeitausbildung in Berlin.

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft  | Link

In der im Folgenden verlinkten Informationsbroschüre der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin finden Sie Hinweise darauf, auf was Sie achten sollten, wenn Sie in Berlin einen Vertrag mit einem Träger schließen, um eine berufsbegleitende Ausbildung zum/zur Erzieher/in beginnen zu können:

Broschüre „Tipps und Infos für Erzieher*innen in berufsbegleitender Ausbildung“ | Link

Zulassungsvoraussetzungen

In Berlin gelten für die Ausbildungsmodelle Vollzeitausbildung und berufsbegleitende Teilzeitausbildung die gleichen einschlägigen Zulassungsvoraussetzungen.

Fachschüler/innen der berufsbegleitenden Teilzeitausbildung müssen allerdings eine sozialpädagogische Praxisstelle vorweisen, bei der sie während der gesamten Ausbildungszeit in Teilzeit angestellt sein werden. Durch die parallele praktische Tätigkeit in Teilzeit und dem Fachschulbesuch in Teilzeit ergibt sich für die Auszubildenden eine Vollzeitauslastung.

Die kompletten Zulassungsvoraussetzungen zur Aufnahme an einer Fachschule für Sozialpädagogik sind in der

Berliner Sozialpädagogikverordnung - SozpädVO vom 13. Juni 2016 (siehe §5 bis §9) | Link

festgelegt. Wir empfehlen, sich die Paragraphen 5 bis 9 unbedingt durchzulesen.

Zur Berufsbegleitenden Teilzeitausbildung kann zugelassen werden, wer die Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 3 erfüllt und gemäß §4

  1. mit mindestens der Hälfte der ortsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit (bis maximal 28 Wochenstunden) in einer anerkannten sozialpädagogischen Einrichtung mit Anstellung bei einem Kita-Träger ausübt und
  2. das Einverständnis des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin zur Aufnahme der fachschulischen Ausbildung nachweist.

Berufsbegleitendes Studium

Einen bundesweiten Überblick und weiterführende Informationen über früh- bzw. kindheitspädagogische Studiengänge erhalten Sie auf den Webseiten der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte:

www.fruehpaedagogik-studieren.de

www.weiterbildungsinitiative.de/themen/ausbildung/hochschulen/

Anerkannte Abschlüsse für die Arbeit in Kitas

In begründeten Einzelfällen können Mitarbeiterinnen auf den Personalschlüssel angerechnet werden, die auf Grund ihrer Berufsausbildung, ihrer beruflichen Erfahrungen und Fortbildungen hinreichende pädagogische Fachkenntnisse als Quereinsteiger besitzen.

Weiterführende Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft  I Link

in dem Dokument „Einsatz von Fachkräften und Nichtfachkräften in Kindertagesstätten“ (S. 4 - 6) sowie im § 11 Abs.3 Nr.2 der

Verordnung über das Verfahren zur Gewährleistung eines bedarfsgerechten Angebotes von Plätzen in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege und zur Personalausstattung in Tageseinrichtungen (Kindertagesförderungsverordnung - VOKitaFöG) Vom 4. November 2005  I Link

In der für Jugend und Familie zuständigen Senatsverwaltung - Einrichtungsaufsicht - steht für telefonische und schriftliche Anfragen Herr Mauersberger - III F 303, Tel.: 90227 - 5129, Email: thomas.mauersberger(at)senbjw.berlin.de zur Verfügung.

Weitere Kontaktdaten zur weiterführenden Beratung finden sich in der Rubrik „Ansprechpartner/innen“ weiter unten auf dieser Webseite.

Im Ausland erworbene Qualifikationen


Auf dem Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen finden Sie weitergehende Kontaktdaten und Informationen.
www.anerkennung-in-deutschland.de | Link

Umschulung

In Berlin können Vorbereitungskurse auf Nichtschüler/innenprüfungen bei externen Weiterbildungsträgern im Rahmen eines Fortbildungskurses über Bildungsgutscheine finanziert werden.

Ob die individuellen Voraussetzungen für eine Förderung über einen Bildungsgutschein vorliegen, wird durch die Mitarbeiter/innen der Arbeitsagenturen und Jobcenter individuell geprüft. Auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit finden Sie die Kontaktdaten der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit bzw. des zuständigen Jobcenters.

www.arbeitsagentur.de | Link

Weitere Informationen zu Nichtschüler/innenprüfungen finden Sie in der Rubrik „Nichtschüler/innenprüfung“ auf dieser Webseite

Nichtschülerprüfung

Um über eine Nichtschüler/innenprüfung den Berufsabschluss „staatlich anerkannte Erzieherin/staatlich anerkannter Erzieher" zu erlangen, bewirbt man sich bei der Ruth-Cohn-Schule/ OSZ Sozialwesen, die auch über die Zulassung zur Prüfung entscheidet. Die Prüfungen werden an öffentlichen Fachschulen für Sozialpädagogik abgenommen und von der Ruth-Cohn-Schule festgelegt.

Eine Zulassung zur Nichtschüler/innenprüfung ist nur bei Erfüllung der entsprechenden Zugangsvoraussetzungen möglich.

Die regulären Zulassungsvoraussetzungen zur Aufnahme an einer Fachschule für Sozialpädagogik finden sich in der

Berliner Sozialpädagogikverordnung - SozpädVO vom 13. Juni 2016 (siehe §5 bis §9) | Link

Weiterführende und zusammenfassende Materialien zur Nichtschüler/innenprüfung in Berlin befinden sich ganz unten auf der Webseite der

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft | Link

sowie in dem PDF- Dokument „Einsatz von Fachkräften und Nichtfachkräften in Kindertagesstätten“ auf derselben Webseite.

Vorbereitungskurse zur Nichtschüler/innenprüfung


In Berlin bieten private Bildungsanbieter Kurse zur Vorbereitung auf die Nichtschüler/innenprüfung an. Fachschulen können nicht auf die Prüfung vorbereiten.
Interessierte sollten vor Aufnahme eines solchen Vorbereitungskurses prüfen lassen, ob sie die individuellen Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Nichtschüler/innenprüfung erfüllen können.

Hierzu wird empfohlen, Kontakt zu der für Jugend und Familie zuständigen Senatsverwaltung - Einrichtungsaufsicht aufzunehmen. Für telefonische und schriftliche Anfragen steht Herr Mauersberger - III F 303, Tel.: 90227 - 5129, Email: thomas.mauersberger(at)senbjw.berlin.de zur Verfügung.

Weitere Kontaktdaten zur weiterführenden Beratung befinden sich in der Rubrik „Ansprechpartner/innen“ unten auf dieser Webseite.

Zusätzlich sollten sich Personen, die an einem Vorbereitungskurs zur Nichtschüler/innenprüfung interessiert sind, bei den jeweiligen Bildungsanbietern darüber erkundigen, wie viele Teilnehmer/innen in den letzten Jahren die Nichtschüler/innenprüfung erfolgreich abgeschlossen haben, nachdem sie dort einen Vorbereitungskurs besucht haben. Die Erfolgsquoten bei Nichtschülerprüfungen sind in Berlin extrem niedrig. Die Berufsbegleitende Teilzeitausbildung bietet deutlich höhere Erfolgsaussichten, den Abschluss Staatlich anerkannte/r Erzieher/in zu erreichen (nähere Informationen hierzu finden Sie in der Rubrik „Berufsbegleitende Teilzeitausbildung“ auf dieser Webseite). Interessierte sollten zudem einen Termin bei der örtlichen Agentur für Arbeit / dem Jobcenter vereinbaren, um prüfen zu lassen, ob sie Möglichkeit einen Vorbereitungskurs gefördert bekommen können.

Bewerber/innen zur Nichtschüler/innenprüfung sind nicht dazu verpflichtet, an einem Vorbereitungskurs teilzunehmen. Allerdings ist die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs notwendig, um im dritten Jahr der Umschulungsmaßnahme während der Praxiszeiten zum Erlangen der notwendigen insgesamt 1.700 Praxisstunden auf den Personalschlüssel angerechnet werden zu können. In den ersten beiden Jahren kann der Lebensunterhalt der Teilnehmer/innen über den Bildungsgutschein finanziert werden.

Kritische Anmerkungen und Empfehlungen zur Nichtschüler/innenprüfung in Berlin können folgender Webseite entnommen werden:

www.erzieher-werden-in-berlin.de  I Link

Bei nicht bestandener Wiederholungsprüfung besteht keine weitere Chance auf eine Erzieherausbildung im Land Berlin.

Weitere wohnortnahe Bildungsanbieter kann man in Weiterbildungsdatenbanken, wie der der Bundesagentur für Arbeit recherchieren (Achtung: Eine Garantie für die Vollständigkeit der Angaben kann leider nicht gegeben werden), siehe:

http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/.

Wählen Sie zunächst die erweiterte Suche und geben Sie dann das Bildungsziel "Staatlich anerkannter Erzieher" ein. Anschließend wählen Sie ein Bundesland und wählen dann bei der Rubrik "Förderung" die Kategorie "mit Bildungsgutschein" aus.

Finanzierung

An den staatlichen Fachschulen für Sozialpädagogik in Berlin wird kein Schulgeld erhoben. Kosten können allerdings für Lernmittel entstehen. An Fachschulen in privater und freier Trägerschaft wird dagegen Schulgeld fällig. Finanzielle Unterstützung während der Ausbildung kann nach dem BAföG gewährt werden, sofern die individuellen Fördervoraussetzungen vorliegen. Wer nicht förderberechtigt ist, kann bis zur Vollendung des 36. Lebensjahres einen Bildungskredit beziehen, der jedoch verzinst in voller Höhe zurückgezahlt werden muss und zudem nur in den letzten 24 Monaten einer Ausbildung bezogen werden kann.

Vergütung


Fachschüler/innen, die in Berlin an der berufsbegleitenden Teilzeitausbildung teilnehmen, sind in einer sozialpädagogischen Einrichtung sozialversicherungspflichtig angestellt und erhalten von dem/der Arbeitgeber/in eine monatliche Vergütung. Die Höhe der Vergütung muss jedoch mit dem Anstellungsträger ausgehandelt werden. So können Vergütungen auch bei der gleichen oder einer höheren Stundenzahl geringer ausfallen oder aber auch höher sein. Die Arbeitgeber/innen können diese Personen auf den Personalschlüssel anrechnen und müssen in dem Fall die Vergütung nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Die Arbeitgeber/innen erhalten jedoch keine sonstige finanzielle Unterstützung oder Mehrstunden dafür, dass sie ausbilden. Der Einrichtung stehen durch die Wochenstunden, die eine Fachkraft in Ausbildung tätig ist, dementsprechend weniger Wochenstunden für die übrigen Fachkräfte mit Berufsabschluss zur Verfügung.

Bei 20 Stunden pro Woche liegt das monatliche Arbeitnehmer/innenbrutto häufig bei circa 1.100 – 1.200 €. Damit Sie die Verdienstmöglichkeiten während der berufsbegleitenden Erzieher/innenausbildung in Berlin mit den Verdienstmöglichkeiten berufsbegleitender Ausbildungen in anderen Bundesländern vergleichen können, haben wir eine Vergleichstabelle erstellt:

Übersicht Verdienstmöglichkeiten bundesweit  | Download

BAföG


Informationen zu den Voraussetzungen zum Bezug von BAföG, zur Förderhöhe und der Antragstellung finden Sie hier:
www.bafög.de/das-bafoeg-372.php | Link 

Ihr zuständiges BAföG-Amt finden Sie über diesen Link:
http://www.bafög.de/de/inland---schulische-ausbildung-einschliesslich-praktika--487.php | Link

Aufstiegs-BAföG


Zum 01. August 2016 traten grundlegende Änderungen in dem Gesetz zur Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung – Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz – (AFBG) in Kraft. Dieses Förderinstrument ist unter dem Namen „Meister-BAföG“ allgemein bekannt. Nun wird es „Aufstiegs-BAföG“ genannt.

Einen Überblick der erneuerten Fördermöglichkeiten finden Sie in einer von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung herausgegebenen Publikation:

„Vom Meister- zum Aufstiegs-BAföG“ | Link

Die Informationen der Publikation beziehen sich beispielsweise auf Förderhöhen von Fortbildungskosten, Unterhaltsbedarfen sowie  Obergrenzen von Einkommens- und Freibeträgen. Zudem werden Verlinkungen zu den regional zuständigen Förderämtern, Antragsformularen und Kontaktdaten zu einer kostenfreien Hotline zur Verfügung gestellt.

In dem Bereich „Fragen und Antworten“ der Webseite:

www.aufstiegs-bafoeg.de | Link     

finden sich detaillierte Darstellungen der Unterstützungsmöglichkeiten. So können beispielsweise Alleinerziehende, die Kinder unter 10 Jahren oder Kinder mit Behinderung im eigenen Haushalt erziehen, einkommens- und vermögensunabhängig zusätzlich einen pauschalen Kinderbetreuungszuschlag in Höhe von 130 Euro erhalten. Dieser Zuschuss wird  während der gesamten Maßnahme gewährt und ist unabhängig davon, ob die Fortbildung in Voll- oder Teilzeit erfolgt.

Umschulung über Bildungsgutschein


Erwerbslose Frauen und Männer können in Berlin bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter einen Bildungsgutschein für eine Umschulung zur Erzieherin/zum Erzieher beantragen. Bildungsgutscheine können grundsätzlich nur dann bewilligt werden, wenn man sich vor Beginn der Teilnahme durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter beraten lässt und die für eine Förderung nötigen Voraussetzungen erfüllt. Ob die individuellen Voraussetzungen für eine Förderung vorliegen, wird durch die Mitarbeiter/innen der Arbeitsagenturen und Jobcenter individuell geprüft. Auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit finden Sie die Kontaktdaten der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit bzw. des zuständigen Jobcenters.
www.arbeitsagentur.de
| Link

Nichtschüler/innen-Vorbereitungskurs über Bildungsgutschein


Quereinstiegsinteressierte können bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter einen Bildungsgutschein beantragen, der sie zur Teilnahme an einem Nichtschüler/innen-Vorbereitungskurs berechtigt. Bildungsgutscheine für Vorbereitungskurse können grundsätzlich nur dann bewilligt werden, wenn man sich vor Beginn der Teilnahme durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter beraten lässt und die für eine Förderung nötigen Voraussetzungen erfüllt. Ob die individuellen Voraussetzungen für eine Förderung vorliegen, wird durch die Mitarbeiter/innen der Arbeitsagenturen und Jobcenter individuell geprüft. Auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit finden Sie die Kontaktdaten der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit bzw. des zuständigen Jobcenters.
www.arbeitsagentur.de | Link

Ergänzende Leistungen


Inwieweit zur Deckung des Lebensunterhaltes zusätzlich oder anstelle der oben genannten staatlichen Förderleistungen bzw. zu Ihrem Gehalt ein Anspruch auf ergänzende Leistungen besteht, kann über die regionalen Jobcenter individuell geprüft werden.
www.arbeitsagentur.de | Link

Fachschüler/innen mit Kindern, die im selben Haushalt leben, haben zur Finanzierung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung (und auch in einem Praktikum oder während einer regulären Berufstätigkeit) möglicherweise einen Anspruch auf Kinderzuschlag (zu beantragen bei der Familienkasse)
Familienkasse | Link

Fachschüler/innen haben ggfls. auch einen Anspruch auf Wohngeld/Mietzuschuss (im Falle von Wohneigentum: Lastenausgleich), sofern „dem Grunde nach“ kein Anspruch auf Leistungen, wie Arbeitslosengeld, Sozialgeld oder BAföG besteht.

Ausbildungsstätten

Fachschulen für Sozialpädagogik


Kontaktdaten zu den öffentlichen und privaten Fachschulen für Sozialpädagogik in Berlin finden Sie in dem PDF-Dokument „Übersicht aller Fachschulen für die Ausbildung von Erziehern einschließlich Fachschulen in freier Trägerschaft“  Dieses PDF-Dokument finden Sie auf der Webseite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft  I Link

Hochschulen


www.fruehpaedagogik-studieren.de
| Übersicht über berufsbegleitende Studienmöglichkeiten in der Frühpädagogik sind zu finden über den Suchfilter: Studiengänge / Bundesland

Vorbereitungskurse zur Nichtschüler/innenprüfung


In Weiterbildungsdatenbanken, wie der der Bundesagentur für Arbeit kann man über die "erweiterte Suche" wohnortnahe Bildungsanbieter recherchieren. (Achtung: Eine Garantie für die Vollständigkeit der Angaben kann leider nicht gegeben werden.)
http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/ | Wählen Sie zunächst die erweiterte Suche. Geben Sie dann je nach Bildungsziel "Erzieher", "Sozialhelfer" oder "Kinderpfleger" ein, wählen Sie das Bundesland und bei "Förderung" "mit Bildungsgutschein" aus.

Ansprechpartner/innen

Ausbildung


Auskunft zu einzelnen Ausbildungs- und Fortbildungsangeboten erteilen die zuständigen Bildungsinstitutionen (Fachschulen, Berufsfachschulen, Hochschulen, etc.) I Kontakte unter Ausbildungsstätten.

Für übergeordnete Fragestellungen


Für übergeordnete Fragestellungen oder wenn bei den zuständigen Bildungsinstitutionen (Fachschulen, Berufsfachschulen, Hochschulen, etc.) keine ausreichenden Auskünfte erhalten werden, empfehlen wir Folgendes:

In der für Jugend und Familie zuständigen Senatsverwaltung - Einrichtungsaufsicht - steht für telefonische und schriftliche Anfragen Herr Mauersberger - III F 303, Tel.: 90227 - 5129, Email: thomas.mauersberger(at)senbjw.berlin.de zur Verfügung.

Zudem bietet die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin, Nähe S- und U-Bhf. Alexanderplatz) mittwochs von 16 bis 18.30 Uhr (Voranmeldung ist nicht erforderlich) eine Beratungssprechstunde zum Kita-Quereinstieg an

Wenn Sie dort keine ausreichenden Auskünfte erhalten, empfehlen wir eine Kontaktaufnahme zu der zuständigen Senatsverwaltung.

Zuständige Senatsverwaltung für die Erzieher/innenausbildung


Senatsverwaltung  für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Bernhard-Weiß-Str. 6
10178 Berlin
Tel.:(030) 90227 - 5050

Agentur für Arbeit und Jobcenter

www.arbeitsagentur.de | Link


Zuständige Stellen für im Ausland erworbene Qualifikationen


Die regional zuständigen Stellen für Anerkennungsverfahren im Ausland erworbener Bildungs- und Berufsabschlüsse finden sich unter
www.anerkennung-in-deutschland.de I Link