Sachsen

Grundlage der Ausbildung und Prüfung von staatlich anerkannten Erzieherinen/staatlich anerkannten Erziehern ist die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport und des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft über die Fachschule im Freistaat Sachsen.

www.revosax.sachsen.de/vorschrift/11228-Schulordnung_Fachschule#p50 | siehe Aufnahmevoraussetzungen § 74 der Schulordnung Fachschule (FSO)

Die Regelungen für die Aufnahme und Ausbildung gelten für männliche Bewerber/Quereinsteiger und weibliche Bewerberinnen/Quereinsteigerinnen gleichermaßen.

Neben dem erfolgreichen Abschluss einer für den Bildungsgang förderlichen, nach Bundes- oder Landesrecht anerkannten Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer ist eine Aufnahme auch möglich, wenn

  • der erfolgreiche Abschluss einer nach Bundes- oder Landesrecht anerkannten Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer und eine mindestens zweijährige oder, soweit sie für den Bildungsgang förderlich ist, mindestens einjährige Berufstätigkeit oder
  • eine erziehende oder pflegende berufliche Tätigkeit von mindestens sieben Jahren in Vollzeitbeschäftigung vorliegt.

Tätigkeiten wie das freiwillige Soziale Jahr und der Zivildienst können angerechnet werden, soweit dabei eine für die Arbeit in der Sozialpädagogik förderliche Tätigkeit abgeleistet wurde. Die Erfüllung der Aufnahmevoraussetzungen prüft die Sächsische Bildungsagentur (SBA) (siehe Ansprechpartner/innen).

Auf Antrag kann die Dauer der Ausbildung im Umfang der fachlichen Gleichwertigkeit um bis zu zwei Jahre verkürzt werden, wenn eine andere abgeschlossene berufliche Ausbildung nachgewiesen wird. Die Verkürzung darf die Durchführung der Ausbildung und das Erreichen des Ausbildungszieles nicht gefährden (§ 73 Abs. 2 FSO). Die Entscheidung trifft die SBA (siehe Ansprechpartner/innen).

Allgemeine weitere Informationen finden sich unter:

www.kita-bildungsserver.de | Informationen rund um die Kita und die Erzieher/innenausbildung


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Berufsbegleitende Ausbildung

Die Ausbildung dauert in Vollzeit 3 Jahre (§ 73 FSO), ist aber auch berufsbegleitend (Teilzeitform) möglich (§ 2 Abs. 2 FSO). Während der Teilzeitausbildung muss eine einschlägige berufliche Tätigkeit ausgeübt werden (§ 50 Abs. 2 FSO).

www.revosax.sachsen.de/vorschrift/11228-Schulordnung_Fachschule#p50 | siehe Schulordnung Fachschule (FSO)

Rechtliche Grundlage für die Kindertagesbetreuung im Freistaat Sachsen sind das Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen (SächsKitaG) und die dazu erlassenen Verordnungen, insbesondere die Sächsische Qualifikations- und Fortbildungsverordnung (SächsQualiVO).

http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/1079-Gesetz_ueber_Kindertageseinrichtungen#p12

 | siehe § 12 Abs. 1 und 2 des SächsKitaG

http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/11517.html

 | siehe § 1 Abs. 5 der SächsQualiVO

In § 12 Abs. 1 und 2 SächsKitaG sind Regelungen zum Personal (pädagogische Fachkräfte, weitere geeignete Personen) und zu den Personalschlüsseln für Krippe, Kindergarten und Hort getroffen. In der Sächsischen Qualifikations- und Fortbildungsverordnung (SächsQualiVO) ist geregelt, wer als pädagogische Fachkraft zur Erfüllung der Personalschlüssel eingesetzt werden kann. Grundlage für das Tätigwerden in einer Kindertageseinrichtung und die berufsbegleitende Weiterbildung an einer Fachschule, Fachbereich Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik ist

  • zum einen § 1 Absatz 5 SächsQualiVO. Danach ist es möglich, dass ein Kita-Träger, eine/n geeignete/n Bewerber/in im Rahmen des Personalschlüssels einsetzen kann, soweit ihre/seine fachliche Betreuung in der Einrichtung sichergestellt ist und
  • zum anderen § 2 Abs. 2 FSO, wonach die Ausbildung in Vollzeit- oder Teilzeitform durchgeführt werden kann, sowie § 50 Abs. 2 FSO. Danach muss während der Teilzeitausbildung eine einschlägige berufliche Tätigkeit ausgeübt werden.

Die Suche nach einer Anstellung in einer geeigneten Kindertageseinrichtung erfolgt selbstständig.

Informationen über Fachschulen, die die Ausbildung berufsbegleitend anbieten, sind bei den zuständigen Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur oder direkt von den Fachschulen erhältlich.

http://www.sba.smk.sachsen.de/ | Sächsische Bildungsagentur

https://schuldatenbank.sachsen.de/index.php?id=41 | siehe Schuldatenbank

Berufsbegleitendes Studium

An den vier sächsischen Fachhochschulen HTWK Leipzig, HS Mittweida, HS Zittau/Görlitz und der EHS Dresden sowie der Berufsakademie Sachsen werden Bachelor-Studiengänge der sozialen Arbeit oder Heilpädagogik angeboten, die zur Beantragung der staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiter/Sozialarbeiterin/Sozialpädagoge/Sozialpädagogin oder Heilpädagoge/Heilpädagogin berechtigen. Absolvent/innen dieser Studiengänge und der auf den Bereich der Frühpädagogik spezialisierten Studiengänge, wie z.B. Elementar- und Hortpädagogik (künftig staatlich anerkannte Kindheitspädagoginnen/Kindheitspädagogen) können als pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen tätig werden. In Einrichtungen mit mehr als 70 Plätzen ist diese Qualifikation eine Voraussetzung für die Übernahme einer Leitungsfunktion.

Weitere Informationen finden Sie auf

www.kita-bildungsserver.de

und auf den Websites der Hochschulen.

www.fruehpaedagogik-studieren.de | Übersicht über berufsbegleitende Studienmöglichkeiten in der Frühpädagogik sind zu finden über den Suchfilter: Studiengänge / Bachelorstudiengänge

Schulfremdenprüfung

Der Erwerb des Abschlusses staatlich anerkannter Erzieher/staatlich anerkannte Erzieherin ist auch über eine Abschlussprüfung für Schulfremde möglich. Eine Zulassung zur Abschlussprüfung für Schulfremde ist nur bei Erfüllung der entsprechenden Zugangsvoraussetzungen möglich.

www.revosax.sachsen.de/vorschrift/11228-Schulordnung_Fachschule#p50 | siehe Aufnahmevoraussetzungen § 36 der Schulordnung Fachschule (FSO)

Anträge auf Zulassung zur Abschlussprüfung sind an die zuständige Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur zu richten. Diese stehen auch bereits im Vorfeld für eine individuelle Beratung zur Verfügung (siehe Ansprechpartner/innen).
Eine solche individuelle Beratung ist wichtig, um im Vorfeld genau über die Bedingungen der Vorbereitung und der Prüfungen sowie die durchschnittlichen Erfolgsquoten bei den Prüfungen informiert zu sein.

Finanzierung

BAföG


Die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin/zum staatlich anerkannten Erzieher ist grundsätzlich förderfähig nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), das auch „Meister-BAföG“ genannt wird, wenn die individuellen Förderbedingungen gegeben sind.

http://www.meister-bafoeg.info/de/36.php

Über das „Meister-BAföG“ hinaus existiert die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung während der Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG).

www.bafoeg.BMBF.de/de/372.php

Bildungskredit


Auch der Bezug eines Bildungskredits ist bis zum vollendeten 36. Lebensjahr möglich. Der Bildungskredit muss nach der Ausbildung  verzinst zurückgezahlt werden.

http://das-neue-bafoeg.de/de/110.php

Ergänzende Leistungen


Ob bei der berufsbegleitenden Teilzeitausbildung zur Deckung Ihres Lebensunterhaltes zusätzlich zur Vergütung im Rahmen des Teilzeitarbeitsverhältnisses ein aufstockender Anspruch auf Ergänzende Leistungen besteht, kann über die regionalen Jobcenter individuell geprüft werden.

  • Falls Sie Kinder haben, die in Ihrem Haushalt leben, könnte zur Finanzierung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung vielleicht folgende Zuschussmöglichkeit für Sie in Betracht kommen: Kinderzuschlag (zu beantragen bei der Familienkasse)
  • Ansonsten oder zusätzlich könnte zudem ein Anspruch auf Wohngeld/Mietzuschuss bestehen.

Noch ein Tipp: Staatliche Fachschulen erheben kein Schulgeld. Fachschulen in freier oder privater Trägerschaft häufig schon.

Aufnahmevoraussetzungen

Die Aufnahmevoraussetzungen sind jeweils direkt bei den einzelnen Themenfeldern hinterlegt.

Ausbildungsstätten

Die Ausbildung erfolgt an Fachschulen, Fachbereich Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik.

www.schuldatenbank.sachsen.de/index.php?id=16 | siehe Schuldatenbank


Postleitzahlensuche nach Fachschulen

http://www.erzieherin.de/fachschulen

Ansprechpartner/innen

Ausbildung

Auskunft zu einzelnen Ausbildungs- und Fortbildungsangeboten erteilen die zuständigen Bildungsinstitutionen (Fachschulen, Berufsfachschulen, Hochschulen, etc.) I  Kontakte unter Ausbildungsstätten

 

für übergeordnete Fragestellungen:

Ministerium


Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport
Carolaplatz 1
01097 Dresden
Tel.: 0351/5642861 (Referat 36, Fachkräfte in Kita)
Tel.: 0351/5642921 (Referat 42, Ausbildung Fachschule)
www.sachsen-macht-schule.de/smk/index.htm
info(at)smk.sachsen.de

Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen an Berufsfachschulen und Fachschulen


Anerkennung der Befähigungsnachweise von Angehörigen eines Mitgliedstaates der EU:
Sächsische Bildungsagentur
Annaberger Straße 119
09120 Chemnitz
Tel.: 0371 5366491
www.sachsen-macht-schule.de/sba/index.htm

Alle übrigen Befähigungsnachweise:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport
Carolaplatz 1
01097 Dresden
Tel.: 0351 564 2921
www.sachsen-macht-schule.de/smk/index.htm

Agentur für Arbeit und Jobcenter

www.arbeitsagentur.de | Partner vor Ort