Niedersachsen

Besonderheiten in Niedersachsen

Ein direkter Quereinstieg in die Erzieher*innenausbildung ist in Niedersachsen nur für Menschen mit bestimmten fachnahen Berufen möglich. Für fachfremd qualifizierte Personen besteht aber die Möglichkeit  einer Verkürzung der zweijährigen Ausbildung zum*zur Sozialpädagogischen Assistent*in. So kann der Bildungsgang innerhalb eines Jahres (vollschulisch) oder in tätigkeitsbegleitender Teilzeit – abhängig von der jeweiligen Berufsfachschule – in einem bis zwei Jahren absolviert werden.

Allerdings können nicht einschlägig ausgebildete Berufsfachschüler*innen während der berufsbegleitenden Ausbildungsform nicht auf den Personalschlüssel angerechnet werden und daher in der Regel nicht mit einer Vergütung während ihrer praktischen Tätigkeit in einer sozialpädagogischen Einrichtung rechnen. In Hannover, der Stadt Stade und dem Landkreis Stade sind uns Möglichkeiten bekannt, bereits während der Ausbildung zum*zur Sozialpädagogischen Assistent*in entlohnt zu werden. Dafür muss in Hannover der praktische Teil der Ausbildung in einer städtischen Kindertageseinrichtung absolviert werden. In der Stadt Stade kann die Beschäftigung auch in bei einem nichtstädtischen Träger stattfinden. In anderen Städten sind uns derartige Möglichkeiten bisher nicht bekannt.

Ab 01.01.2020 gibt es bis Sommer 2023 die Möglichkeit eines direkten Einstiegs in eine vergütete Tätigkeit als zusätzliche bzw. dritte Kraft in niedersächsischen Kindergärten (Altersgruppe: überwiegend 3 Jahre bis Schuleintritt). Die sogenannte „Richtlinie Qualität in Kitas“ des Landes Niedersachsen löst dann die jetzige"Richtlinie QUiK" ab. Auch fachfremd vorgebildeten und fachfremd berufserfahrenen Personen ohne pädagogischen Berufsabschluss wird so ermöglicht, in ausgewählten förderberechtigten Kindertagesstätten beschäftigt und vergütet zu werden. So ist es auch möglich, eine solche vergütete Tätigkeit mit einer tätigkeitsbegleitenden Teilzeitausbildung zum*zur Sozialpädagogischen Assistent*in zu verbinden.

In Niedersachsen besteht für Teilnehmende an der tätigkeitsbegleitenden Teilzeitausbildung zum*zur Sozialpädagogischen Assistent*in, die in einer Kindertagesstätte vergütet tätig sind, die Möglichkeit, vom Land einen monatlichen Zuschuss während der Ausbildung in Höhe von 150€ gewährt zu bekommen. Diese Landesförderung ist seit dem Jahr 2018 auch für in die tätigkeitsbegleitende Teilzeitausbildung zum*zur Erzieher*in Startende möglich. Ab 2020 kann diese Zuschussmöglichkeit dann direkt von Kindergartenträgern im Rahmen der Richtlinie "Qualität in Kitas" umgesetzt werden.

Das Niedersächsische Kultusministerium hat zudem tiefgreifende Änderungen der Zugangsmöglichkeiten in die Ausbildungen zum*zur Sozialpädagogischen Assistent*in und zum*zur Erzieher*in ab dem Ausbildungsjahr 2019/20 umgesetzt. In unserer „Übersicht zum Quereinstieg“ weiter unten in diesem Text finden Sie auch hierzu weitere Informationen.

Detaillierte Informationen zum Quereinstieg in Niedersachsen

Im folgenden PDF finden Sie detaillierte und weiterführende Informationen zu allen Bereichen, die für Interessierte auf dem Weg in den Erzieher*innenberuf im Bundesland Niedersachsen relevant sind:

Übersicht zum Quereinstieg | Download

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Die regulären Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsmodalitäten und -möglichkeiten der Erzieher*innenausbildung sowie Anrechnungsmöglichkeiten einschlägiger Vorerfahrungen und Kriterien zur Anerkennung als Fachkraft unterscheiden sich zwischen den Bundesländern teilweise sehr stark. In mehreren Bundesländern existieren aktuell Ausbildungsformen, in denen der Berufsabschluss Staatlich anerkannte*r Erzieher*in im Rahmen einer vergüteten Tätigkeit in einer sozialpädagogischen Einrichtung mit parallelem Fachschulbesuch erreicht werden kann. Ein Blick auf andere (z.B. angrenzende) Bundesländer kann sich daher lohnen. In diesem Online-Informationsportal halten wir Informationen zu jedem einzelnen Bundesland bereit.

In vielen Bundesländern wird daran gearbeitet, vergütete Ausbildungen für fachfremde Quereinsteiger*innen attraktiver zu gestalten oder überhaupt zu ermöglichen. Auch in den Fachkraftkatalogen der Bundesländer finden teilweise enorme Veränderungen dahingehend statt, welche Berufsgruppen (zukünftig) mit einer Anerkennung als Fach-/ oder Betreuungskraft rechnen können. Wenn wir von Änderungen in den Ausbildungsbedingungen oder Anerkennungsmöglichkeiten einzelner Bundesländer erfahren, können Sie darüber Kenntnis erlangen, indem Sie unsere Beratung per E-Mail und Telefon in Anspruch nehmen und/oder sich über folgenden Link für unseren E-Mail-Verteiler registrieren:

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