Schleswig-Holstein

Besonderheiten in Schleswig-Holstein

Die Aufnahmevoraussetzungen für die Erzieher*innenausbildung sind in Schleswig-Holstein für beruflich Vorgebildete im Bundesvergleich relativ niedrig. Ein mittlerer Bildungsabschluss kann in Verbindung mit einem Abschluss in einem anerkannten fachfremden Ausbildungsberuf ausreichen, um eine Zulassung zu erhalten. Pädagogische Praxiserfahrungen im Vorfeld der Ausbildung sind für diese Personengruppe nicht zwingend vorgegeben.

Allerdings können Fachschüler*innen in der vollzeitschulischen- wie auch der teilzeitschulischen Ausbildungsform nur auf den Personalschlüssel angerechnet werden und darüber mit einer Vergütung während ihrer praktischen Tätigkeit in einer sozialpädagogischen Einrichtung rechnen, wenn Sie den Berufsabschluss Sozialpädagogische*r Assistent*in oder einen gleichwertigen pädagogischen Berufsabschluss vorweisen können. Bei Fachschüler*innen ohne diesen Berufsabschluss ist dies erst nach Abschluss der sog. „Mittelstufe“ der Fall.  Die „Mittelstufe“ endet mit dem Berufsabschluss Sozialpädagogische*r Assistent*in in der vollzeitschulischen Ausbildungsform zum*zur Erzieher*in nach zwei Jahren, in der teilzeitschulischen Form entsprechend später. Bei der sogenannten Praxisintegrierten Ausbildung (PiA) sollen auch fachfremd Vorgebildete von Beginn der Ausbildung an Vergütungen gezahlt werden. Diese müssen dann über andere Wege als den Personalschlüssel finanziert werden. Laut einer Pressemitteilung des Bildungsministeriums sind neben dem Berufsbildungszentrum (BBZ) Schleswig und dem Regionalen Berufsbildungszentrum (RBZ) Mölln zum Schuljahr 2019/20 weitere PiA-Standorte im RBZ Segeberg am Standort Norderstedt und Rendsburg-Eckernförde eingerichtet worden. Die Beruflichen Schulen in Bad Oldesloe bereiten ebenfalls eine PiA vor.

Zur Pressemitteilung:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/III/Presse/PI/2019/April_2019/III_PiA.html

 

Ein Modellprojekt für die vollzeitschulische Ausbildung wird seit 2019 an vier Schulstandorten angeboten: Am BBZ Schleswig, an der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster, am RBZ Dithmarschen und am RBZ Kiel werden insgesamt 104 Ausbildungsplätze in der vollzeitschulischen Form durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert. In den ersten beiden Jahren wird die Maßnahme durch Bildungsgutscheine nach § 81 SGB III durch die Arbeitsagentur und die Jobcenter finanziert. Im dritten Jahr können die Teilnehmenden ihren Lebensunterhalt über eine 4/5-Stelle finanzieren. Mehr Informationen finden Sie hier:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/III/_startseite/Artikel_2019/September_19/190916_ausbildung_erzieher.html

 

Detaillierte Informationen zum Quereinstieg in Schleswig-Holstein

Im folgenden PDF finden Sie detaillierte und weiterführende Informationen zu allen Bereichen, die für Interessierte auf dem Weg in den Beruf der Erzieher*innen im Bundesland Schleswig-Holstein relevant sind:

Übersicht zum Quereinstieg | Download

 

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Die regulären Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsmodalitäten und -möglichkeiten der Erzieher*innenausbildung sowie Anrechnungsmöglichkeiten einschlägiger Vorerfahrungen und Kriterien zur Anerkennung als Fachkraft unterscheiden sich zwischen den Bundesländern teilweise sehr stark. In mehreren Bundesländern existieren aktuell Ausbildungsformen, in denen der Berufsabschluss Staatlich anerkannte*r Erzieher*in im Rahmen einer vergüteten Tätigkeit in einer sozialpädagogischen Einrichtung mit parallelem Fachschulbesuch erreicht werden kann. Ein Blick auf andere (z.B. angrenzende) Bundesländer kann sich daher lohnen. In diesem Online-Informationsportal halten wir Informationen zu jedem einzelnen Bundesland bereit.

In vielen Bundesländern wird daran gearbeitet, vergütete Ausbildungen für fachfremde Quereinsteiger*innen attraktiver zu gestalten oder überhaupt zu ermöglichen. Auch in den Fachkraftkatalogen der Bundesländer finden teilweise enorme Veränderungen dahingehend statt, welche Berufsgruppen (zukünftig) mit einer Anerkennung als Fach-/ oder Betreuungskräfte rechnen können. Wenn wir von Änderungen in den Ausbildungsbedingungen oder Anerkennungsmöglichkeiten einzelner Bundesländer erfahren, können Sie darüber Kenntnis erlangen, indem Sie unsere Beratung per E-Mail und Telefon in Anspruch nehmen und/oder sich über folgenden Link für unseren E-Mail-Verteiler registrieren:

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